Willkommen bei der Kochmamsell!

Heinz Ober / pixelio.de

Einfach selber machen: Handkäse

Von Alicia Metz

Es gibt so viele Zutaten in der Küche, die man mit einfachen Handgriffen selber machen kann. Aus Zeitmangel oder weil wir kein Rezept parat haben, wird dann doch oft ein fertiges Produkt gekauft. Bei „Einfach selber machen“ zeigen wir immer mal wieder Rezepte für leckere, selbst gemachte Zutaten.

Im Rahmen der „Hessischen Woche“ wird diesmal Handkäse gemacht:

handkaese_62649769-300x202

© Pixelspieler, shutterstock.com

Handkäse ist ein hessischer Sauermilchkäse. Der Name und die Größe des Käses kommen noch von der ursprünglichen Herstellungsweise – per Hand.

5 l Saure Milch auf ca. 30 Grad erwärmen. Wenn sich die Molke vom Käse absetzt, wird sie abgeschöpft. Das, was übrig ist, kommt in ein Leinsäckchen, damit die Molke ablaufen kann.

Nach ein paar Stunden kann man die Käsemasse auspressen, um sie von der Molke ganz zu befreien. Wenn der Quark zu trocken, gießt man etwas Milch nach. Tipp: Wem das zu aufwendig ist, der kann auch direkt mit Magerquark arbeiten. Dieser muss aber auch ausgepresst werden. 1kg Quark ergibt etwa 600 g Käse. 

Dann wird die Masse mit 5 g Salz auf 100 g Käse und etwas Kümmel solange durchgeknetet, bis sie einen Brei bildet. Aus diesem formt man mit der Hand runde Laibchen, etwa 100 g schwer und trocknet sie an einem luftigen Ort.

Wenn die Laibchen schon fest sind, aber noch mit dem Messer leicht schneidbar, setzt man sie in Steinschalen und lagert sie am Besten im Keller. Wenn sie anfangen zu reifen, schimmeln sie auch. Der Schimmel wird mit lauwarmem Wasser abgewaschen, das wird so oft wiederholt, bis der Handkäse nicht mehr schimmlig wird. Das dauert etwa 2-3 Wochen.

In Hessen wird der Handkäs dann mit Musik serviert, also mit frische Zwiebeln, Kümmel, Essig und Öl

Mehr von Alicia Metz