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Gebt mir eine Birne!

Von KMSRedaktion

Der Holländer van Riebeeck begründete im 17. Jahrhundert den Obstbau in Südafrika. Birnen vom Kap der Guten Hoffnung haben in diesen Wochen Saison. Dass die köstlichen Früchte jetzt unsere Obstschalen bereichern, verdanken wir dem holländischen Arzt und Seefahrer Jan van Riebeeck. Wir schreiben das Jahr 1652: Jan van Riebeeck, aufgewachsen als Enkel des Bürgermeisters im holländischen Culembourg, ausgebildet als Schiffsarzt und Kaufmann, bricht im Auftrag der „Vereenigte Oost-Indische Compagnie“ auf gen Süden. Sein Ziel ist die Kapkolonie, das heutige Südafrika. Die Holländer möchten den Handel mit Indien ausbauen, aber das ist zu dieser Zeit, rund 220 Jahre vor Eröffnung des Suezkanals, nicht so einfach. Wer von Europa aus Indien ansteuert, muss Afrika umrunden, und dieser lange Seeweg bringt viele Seefahrer an ihre Grenzen. Was fehlt, ist die Möglichkeit, sich unterwegs mit neuem Proviant einzudecken. Diese Versorgungslücke soll van Riebeeck schließen. Er führt eine Flotte von fünf Schiffen in das Land am Kap der Guten Hoffnung. Die Fracht umfasst unter anderem einige Obstbäume, denen in den Jahren darauf viele weitere folgten. Van Riebeeck, der als Verwalter der Kapkolonie eingesetzt wird, führt säuberlich Buch über seine Erfolge. Neben Beeren, Wein, Steinobst und Äpfeln kommen in den 1650er und 1660er Jahren auch Birnen ins Land. Seitdem die frühen Siedler, die „Buren“, ihre ersten Ernten einholten, ist viel passiert. Längst ist Südafrika nicht mehr der Versorgungsstützpunkt für Seefahrer auf dem Weg nach Indien, sondern beliefert Verbraucher auf der ganzen Welt. Und so können wir uns in diesen Wochen über die saftig-süßen rosa Forelle-Birnen hermachen, uns an den duftenden gelben Williams-Birnen gütlich tun und das weiche Fruchtfleisch der hellen Peckhams Birne auf der Zunge zergehen lassen.
Birnen sind eben immer eine besondere Freude!
Naschen Sie doch mal wieder eine Birne: Sie enthalten wenig Fruchtsäure und sind daher angenehm mild und süß. Gleichzeitig machen Birnen wegen der vielen Ballaststoffe, die sie enthalten, aber auch lange satt. Durch den Gehalt an Kalium und Kalzium unterstützen Birnen auch die Entschlackung, Entwässerung und kurbeln den Stoffwechsel an. Ein Stück Birne ist also dem Schokoriegel oder den Keksen unbedingt vorzuziehen – und stillt die Lust auf Süßes! Mild zum Magen: Für Menschen mit einem empfindlichen Magen sind Birnen ideal. Auch das liegt am geringen Fruchtsäuregehalt. Von Babys, Kleinkindern, Senioren und kranken Menschen werden Birnen gut vertragen.
Zellbildung, Abwehrkräfte und Nerven stärken: Birnen enthalten reichlich Vitamin A, C, mehrere Vitamine aus der B-Gruppe, außerdem Schwefel, Zink, Jod, Magnesium und Phosphor. Dieser Mix stärkt das Immunsystem, fördert die Blutbildung, die Zellbildung der Haut und Schleimhäute, unterstützt die Nerven, Muskeln, Gelenke, Zahngesundheit und die Knochen.

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