Glutenfrei Backen

Viele Menschen haben eine Glutenunverträglichkeit, manche leiden sogar unter Zöliakie. Andere wollen einfach ein bisschen weniger Getreide zu sich nehmen. So oder so, stellt glutenfreies Backen jeden vor eine kleine Herausforderung, da ohne das Gluten die Klebeeigenschaft fehlt. Aber es gibt viele Tipps und Tricks, die dabei helfen auch glutenfrei tolle Backwaren zu produzieren. Wir haben mal ein paar gesammelt.

Inzwischen kann man im Supermarkt oder Bioladen viele verschiedene glutenfreie Mehlsorten kaufen, aus Hirse, Buchweizen, Reis, Amaranth, Quinoa, Teff, Mais, Kartoffeln, Soja, Kastanien und so weiter.

Alle eignen sich zum Backen von Kuchen, Muffins, Brot, Pfannkuchen und anderen Gebäcken. Da glutenfreies Mehl aber anders reagiert als herkömmliches Mehl, muss man ein paar Dinge beachten. Es gibt spezielle Rezepte, Mengenangaben und Tricks. Glutenfreie Mehlsorten brauchen zum Beispiel fast alle mehr Flüssigkeit als herkömmliche Sorten, wie Weizen und Roggen. Das Wichtigste ist, dass man irgendwie die fehlende Klebekraft ersetzt, die sonst durch das Gluten geliefert wird. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, Man kann zum Beispiel Guarkern- oder Johannisbrotkernmehl verwenden (ca. 1 g auf 100 g Mehl). Sie wirken andickend. Außerdem wirkt sich eine Mischung aus verschiedenen Mehlsorten positiv auf das Backergebnis aus. Mit einer Mischung aus Buchweizenmehl, Kartoffelmehl und Reismehl kann man nichts falsch machen. Auch ein paar gestampfte Kartoffeln, ein bisschen Quark oder geriebener Apfel/Zucchini/Kürbis binden den Teig leicht und machen ihn saftiger.

Wenn man mit Hefe oder Backpulver arbeitet, wird der Teig zusätzlich leichter und luftiger und der Teig geht besser auf.

Alle Nüsse und Samen sind für glutenfreie Backwaren sehr gut geeignet. Brot und Kuchen schmecken dadurch schön nussig und außerdem liefern sie noch jede Menge Vitamine, Minerale und Ballaststoffe. Es gibt auch Brote, die nur aus Nüssen und Samen bestehen und dadurch natürlich auch glutenfrei sind.

Tipps: Dinkelmehl ist nicht glutenfrei, aber viele Menschen mit Glutenunverträglichkeit vertragen es trotzdem.

Glutenfreies Brot bleibt oft nicht solange frisch. Man kann es aber einfrieren und Scheibenweise toasten.

Glutenfreie Rezepte:

Apfel-Zimt-Muffins

150 g Butter mit 100 g Vollrohrzucker schaumig rühren. Dann nach und nach 3 Eier zugeben. 220 g helles glutenfreies Mehl und 50 g Kokos-Mehl, 1 TL Flohsamen, 2 TL Zimt und 3 TL Weinstein-Backpulver vermischen. 150 ml Apfelsaft zusammen mit der Mehlmischung in die Eiermasse rühren. 3 Äpfel schälen, entkernen und in den Teig reiben. Den Teig in gefettete Muffinförmchen füllen und im Ofen bei 180° (Umluft) ca. 30 Min. backen.

Kastanienbrot mit Nüssen

500 g glutenfreies Mehl mit 200 g Kastanienmehl, 1 TL Flohsamen, 1 Päckchen Trockenhefe, 2 TL Salz, 1 TL Zucker und 50 g gehackten Nüssen mischen. Man kann Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumekerne und irgendwelche anderen Nüsse/Kerne nehmen. Je nach Geschmack. 600 ml lauwarmes Wasser und 2 EL Öl zum Mehl geben und mit Knethaken ein paar Minuten kneten. Falls der Teig noch zu trocken ist, noch etwas Wasser nachgießen. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben. Mit einem Messer das Brot in der Mitte einmal einschneiden. Im Backofen bei 50° ca. 30-40 Min. gehen lassen. Eine Schale Wasser mit in den Ofen stellen. Den Backofen auf 200° heizen und das Brot 50-60 Min. backen.

Wer es gerne noch saftiger mag, kann noch 1/2 Apfel oder einen Stück Karotte in den Teig raspeln.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.