Äpfel: An apple a day..

Äpfel – die tägliche Dosis Vitamine

Viele Gründe sprechen dafür regional und saisonal einzukaufen: Besserer Geschmack, höherer Nährstoffgehalt der Lebensmittel, eine bessere Ökobilanz undundund. Dadurch, dass im Supermarkt Obst und Gemüse fast immer verfügbar ist, weiß man jedoch gar nicht mehr, wann welches Obst und Gemüse Saison hat.

Die Kochmamsell stellt deswegen in der Kategorie „Et voilà“ regelmäßig saisonale Zutaten und dazu passende Rezepte vor.

Heute: Äpfel

Äpfel gehören in die Gattung der Kernobstgewächse, die zur Familie der Rosengewächse gehört. Es gibt bis zu 55 verschiedene Arten in Europa, Asien und Nordamerika. Die bekanntest Art ist der Kulturapfel. Der Apfel hatte schon immer eine große Bedeutung als Nahrungsmittel und Heilmittel. Der Apfel als Frucht symbolisiert Sexualität, Fruchtbarkeit und Leben. Schon die Kelten und Germanen haben einheimische Äpfel verarbeitet.

Äpfel produzieren das Reifehormon Ethylen und sorgen dafür, dass anderes Gemüse und Obst schneller reift. Wenn man Äpfel roh isst, schneidet man meist das Kerngehäuse heraus, da die Kerne Blausäure enthalten. Der Blausäuregehalt ist allerdings so gering, dass der Verzehr von ein paar ganzen Äpfeln unbedenklich ist.

Der Geschmack des Apfels ist abhängig von der Sorte, des Klimas, des Erntezeitpunktes und der Lagerdauer. Weltweit gibt es fast 20.000 Apfelsorten. In der Direktvermarktung in Deutschland gibt es bis zu 40 Sorten, in den meisten Supermärkten sind es nur noch 5-6.

In Europa gibt es vor allem drei bekannte Sorten: Golden Delicious, Jonagold und Red Delicious. Sie machen fast 70 % des Gesamtangebotes aus. Leider gehen viele alten und seltenen Sorten verloren. Es gibt Sommer-, Herbst- und Winteräpfel.

Jeder von uns isst im Durchschnitt 33 kg Äpfel pro Jahr. Äpfel sind in der Küche sehr vielfältig einsetzbar: Als Saft, Brei, Mus, zu herzhaften und süßen Gerichten. Durch gute Lagermöglichkeiten sind Äpfel das ganze Jahr erhältlich.

„An apple a day keeps the doctor away“

Äpfel sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Da die meisten Inhaltsstoffe in der Schale enthalten sind, sollte man diese mitessen. Natürlich sollte der Apfel vorher gut gewaschen werden. Die enthaltene Apfelsäure löst Harnsäure auf und wirkt so gegen Rheuma und Gicht. Außerdem enthalten Äpfel Polyphenole und Karotinoide, sie wirken sich positiv auf das Herz – Kreislauf – System aus und können vor Krebs schützen. Pektin hat eine cholesterinsenkende Wirkung.

Tipp: 
Wenn man Äpfel aufschneidet, werden sie schnell braun. Um das zu verhindern, kann man die mit Zitronensaft beträufeln, so bleiben sie länger frisch.

Und jetzt noch drei Rezepte:

Apfeltarte

750 g Äpfel schälen, entkernen und in dicke Spalten schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln. Den Backofen auf 160° Umluft vorheizen.

75 g Butter mit 100 g Zucker, 1 EL Vanillezucker und 1 Prise Salz cremig verrühren. Nach und nach 2 Eier unterrühren.

100 g Mehl mit 1 TL Backpulver mischen und unter die Butter-Eier-Mischung rühren.

Eine Quicheform (oder Springform) buttern und den Teig in die Form füllen.

Die Apfelspalten kranzförmig hineinlegen, leicht andrücken und den Kuchen 35 Minuten backen.

In der Zwischenzeit 150 g Crème fraiche mit 50 g Zucker, 1 EL Vanillezucker und 2 Eiern verrühren.

Die Crème fraiche-Mischung über die Äpfel geben und weitere 25 Minuten backen.

Den Kuchen abkühlen lassen und mit etwas Puderzucker bestreuen.

200 g Gorgonzola zerkleinern. 6 EL Olivenöl, 3 EL Himbeeressig, 1 TL Senf, Salz und Pfeffer zu einem Dressing verrühren und mit dem Rucola vermengen.

Rucola mit Apfelspalten, Walnüssen und Gorgonzola

300 g Rucola waschen und trocken schleudern. 200 g Äpfel waschen, entkernen und in dünne Spalten schneiden.

500 g Baguette in Scheiben schneiden. Den Salat auf Tellern verteilen, die Apfelspalten und den Gorgonzola darauf anrichten, mit 100 g Walnüssen bestreuen und zusammen mit dem Baguette servieren.

Schweinefilet mit Calvados-Apfelspalten

Den Backofen auf 180° vorheizen. 1 kg Kartoffeln schälen, waschen und vierteln. In wenig kochendem Salzwasser weich kochen. Dann das Kochwasser abgießen und die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken. 150 ml Milch, 150 ml Schlagsahne und 50 g Butter dazugeben, mit Salz und Muskat würzen. Den fertigen Kartoffelbrei warm stellen, aber nicht mehr kochen.

600 g Schweinefilet waschen, trocken tupfen, rundherum salzen und pfeffern. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Filet darin von allen Seiten in 4-5 Min. anbraten. In eine ofenfeste Form geben und im Backofen 25 Min. braten.

2 Äpfel inwzischen waschen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Apfelspalten dazugeben und darin 1 Min. anbraten. Mit 1 Schuss Calvados ablöschen und einkochen lassen. Die Apfelspalten herausnehmen. 200 ml Apfelsaft und 200 ml Sahne dazugießen, salzen und pfeffern und die Sauce bei mittlerer Hitze etwas einkochen lassen.

500 g Brokkoli in Röschen teilen und waschen. Wasser in einem Topf erhitzen, kräftig salzen und den Brokkoli darin in ca. 5 Min. bissfest garen.

Das Filet aus dem Ofen nehmen, in Alufolie wickeln und 5 Min. ruhen lassen. Die Apfelspalten in die Sauce geben und wieder erwärmen. Alles zusammen auf Tellern anrichten und servieren.

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