Karotten: gesund und ein echtes Multitalent

Karotten – vielseitiger als du vielleicht denkst

Viele Gründe sprechen dafür regional und saisonal einzukaufen: Besserer Geschmack, höherer Nährstoffgehalt der Lebensmittel, eine bessere Ökobilanz undundund. Dadurch, dass im Supermarkt Obst und Gemüse fast immer verfügbar ist, weiß man jedoch gar nicht mehr, wann welches Obst und Gemüse Saison hat.

Die Kochmamsell stellt deswegen in der Kategorie “Et voilà” regelmäßig saisonale Zutaten und dazu passende Rezepte vor.

Heute: Karotten

… oder auch Möhren, Mohrrüben, Gelbe Rübe, Gelbrübe, Riebli oder Wurzel.
 Die Gemüsepflanze gehört zur Familie der Doldenblütler und es wird hauptsächlich die Rübe genutzt. Die Rüben gibt es in orange, weiß, violett und rot.

Karotten sind kleine Wunderwerke und ein absolutes Allroundtalent in der Küche.
 Von Kuchen über Saft, Mus, als Beilage, Chips, im Salat, als Babynahrung und Schonkost und und und – Karotten sind vielfach einsetzbar, roh und gekocht. Noch dazu haben sie kaum Kalorien (100 g enthalten ca. 26 Kalorien), dafür aber jede Menge Nährstoffe. Man sollte Karotten immer mit etwas Fett (Öl, Butter…) zu sich nehmen, es hilft das Carotin besser zu verwerten.

Karotten enthalten Beta-Carotin, Eisen, Kalium, Calcium und noch viele andere Ballaststoffe und Vitamine. Das Beta-Karotin wirkt sich positiv auf die Sehkraft aus. Außerdem enthalten sie auch hohe Mengen an Falcarinol, dass das Risiko von Tumor-Bildung senken soll. Karotten gelten zudem als harntreibend und verdauungsfördernd.

Wenn man Bundmöhren kauft, sollte man darauf achten, dass das Grün schön knackig und frisch ist. Die Wurzel selbst sollte auch immer knackig sein und eine glatte Oberfläche haben. Im Gemüsefach des Kühlschranks sind Karotten eine bis zwei Wochen haltbar. Bundmöhren aber ohne die Blätter aufbewahren. Man sollte Karotten auch nicht vor dem Lagern waschen, da sie sonst schneller verderben.

Es gibt Studien, die besagen, dass Karotten die im Ganzen gekocht werden, mehr Nährstoffe behalten.

Im Frühjahr und Sommer gibt es bei uns zarte junge Bundmöhren aus heimischem Anbau. Sie werden meistens im Bund mit Grün angeboten. Im Spätsommer und Herbst gibt es dann hauptsächlich die sogenannten Waschmöhren. Sie werden vorgewaschen und verpackt verkauft. Die Karotten, die man im Winter kaufen kann, sind Winter – und Lagergemüse.

Tipp: Auch das Grün der Karotten kann man verwenden: In Suppen, Salaten oder getrocknet und zerkleinert als Würzmittel.

Und hier gibt’s gleich noch ein paar Rezepte:

Karottenblätterteigtarte mit Ziegenkäse 

500 g Blätterteig dünn ausrollen und eine geölte Quiche/Tarteform damit auslegen.
100 g rote Zwiebeln schälen, klein schneiden und in einer Pfanne mit Öl andünsten.
 200 g Karotten schälen und in Scheiben schneiden.
 150 g Ziegenfrischkäse  mit einem Spritzer Zitronensaft verrühren, salzen, pfeffern und den Blätterteig damit bestreichen.
Die Karotten und Zwiebeln darauf verteilen
10 g Thymian waschen, klein hacken und auf den Karotten verteilen.

 Die Tarte für 25-30 Minuten im Ofen backen, bis sie goldbraun ist.

Rüblitorte

300 g Karotten schälen und fein raspeln.
 4 Eigelb, 200 g Zucker und die Schale von einer Zitrone cremig verrühren. 
1 Prise Salz, 250 g gemahlene Mandeln, 2 TL Backpulver und 80 g Mehl miteinander vermengen. Die Mischung mit den Karottenraspeln unter die Eiercreme rühren. Zitronensaft, hinzufügen. 4 Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Den Teig in eine Springform (26cm Durchmesser) füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180° ca. 45-50 Minuten backen.

Auskühlen lassen. 
Etwas Puderzucker mit Zitronensaft verrühren, so dass eine weißliche Glasur entsteht.
 Die Rüblitorte mit der Glasur bedecken und zuletzt mit Marzipanmöhren verzieren.

Bunter Pflücksalat mit Karottenchips

500 g Karotten schälen und mit einer Reibe sehr dünn schräg hobeln. 
Etwa 500 ml Öl in einem Topf erhitzen. Die Karottenscheiben darin nach und nach frittieren. Zwischendurch wenden. Sie sollten leicht gebräunt und knusprig sein, allerdings nicht zu dunkel. Dann werden sie bitter. Die Chips mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen. Die Chips mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

400 g Pflücksalat waschen und trocken schleudern. 
250 g Tomaten und 1 Gurke waschen und würfeln.
 250 g Mozzarella in Stücke schneiden.
 150 g Mais abgießen. 
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und zusammen mit 4 EL Olivenöl, 1 TL Zitronensaft, 1 EL Senf, Salz und Pfeffer vermengen.

Den Salat auf Tellern anrichten und mit ein paar Chips garnieren.

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